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Formen
und Farbigkeit der Objekte von Alexandra Deutsch entstammen einer
organischen Welt, erinnern an exotische Pflanzen, Meerestiere,
Fossilien. Und doch sind sie abstrakt, sprechen eine eigene
Formensprache. Ihre Oberflächen sind durch Lamellen oder Faltungen
strukturiert. Tentakeln und Linien dehnen sich in den Raum aus. Der
Kontrast von geschlossenen und offenen Formen, Volumen und Leere,
Hell und Dunkel ist charakteristisch für ihre Arbeiten.
Inspirationen von Aufenthalten in Peru und Kolumbien setzt sie in
fragile Papierobjekte von raumgreifender Plastizität und starker
Präsens um.
Neben
ihren Objekten aus geschöpften Papier zeigt Alexandra Deutsch neue
Werke aus Stoff. Da gibt es kleine Arbeiten, in denen sie
verschiedene, in Kolumbien vorgefundene Textilien mit alltäglichen
Gegenständen wie einfachen Plastikflaschen verbindet, aber auch
große, schwebende Objekte. Deren pralle Formen erscheinen vertraut,
erinnern an Früchte oder Fruchtkapseln, sind aber schon auf Grund
ihrer Größe fremd, wie nicht von dieser Welt. Ein anderes Objekt
scheint von Kletterpfanzen inspiriert, seine Farbigkeit – ein
intensives Rot – ruft jedoch auch Gedanken an tropfendes Blut wach
– eine Assoziation, die sich mit dem Wissen um den Entstehungsort,
Medellin, noch verstärkt. In Zusammenarbeit mit Tänzerinnen
entstanden Improvisationen, in denen die Objekte zum Leben erwachten.
Die Tänzerinnen agieren mit ihnen, nehmen sie in Besitz, eine ganz
eigene Beziehung zwischen Mensch und Kunstwerk entsteht. Filme der
Aufführungen werden bei der Eröffnung zu sehen sein.
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