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Katharina Meister
round about
2015
Mixed Media in Vitrine
Mixed Media in cabinet
40 x 50 x 6 cm

Foto: Eric Tschernow


 

 

 

KATHARINA MEISTER

 

20.11.2016 -
Element 119 De
Otmar Alt Stiftung, Hamm

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Die Arbeiten von Katharina Meister irritieren, beunruhigen, werfen Fragen auf, lassen sich schwer einordnen. Ort und Zeit bleiben unbestimmt, und werden gerade dadurch thematisiert. In alten, ausrangierten Vitrinen oder Kästen aus naturhistorischen Sammlungen, in denen ehemals tote Insekten aufbewahrt wurden, fügt Katharina Meister ihre Installationen zusammen. Die Kästen zeigen deutliche Spuren der Zeit. Macht man sich ihren ehemaligen Verwendungszweck bewusst, unterstützt dies den Eindruck von Vergänglichkeit. Sie stehen für Leben und Tod und das was davon übrig bleibt. Gleichzeitig ermöglicht die Form der Vitrine, ihre Tiefe, einen eigenen Bildraum. Neue Räume entstehen, werden thematisiert und obwohl scheinbar unvereinbar zusammengefügt. Papierschnitte, Zeichnungen und skulpturale Elemente, häufig Fundstücke, teilweise alt und schon etwas verwittert, gruppieren sich im Bildraum. Verweise auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, auf Innen- und Außenraum sind zu finden, doch ihr Verhältnis zueinander erschließt sich nicht sofort, verlangt eine intensive Auseinandersetzung.

Die aus schwarzen Papier geschnittenen Baum- und Pflanzen-Silhoutten nehmen eine zentrale Position in den Arbeiten von Katharina Meister ein, und doch sind ihre Werke keine romantischen Landschaftsbilder. Katharina Meister beschäftigt der Umgang der Menschen mit der Natur und die möglichen Folgen des von ihm verursachten Klimawandels: Überschwemmungen und Verwüstungen, Brände, Katastrophen, verseuchte Gewässer oder Böden. Sie geht der Frage nach welche Form ein zukünftiges Leben haben kann. All dies ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, eröffnet sich erst bei eingehender Betrachtung, genau wie die Veränderungen in der Natur meist nicht sofort wahrgenommen werden.

Katharina Meister's works irritate and disturb us, they trigger questions and are difficult to categorize. Time and place remain undefined and consequently one of the themes. Katharina Meister assembles her installations in old glass display cases or boxes thrown out by natural history collections, cases in which dead insects were once kept. The boxes display obvious traces of time. If we consider their former usage; it underlines the impression of transience. They stand for life and death and what remains of them. At the same time, the shape of the display case, its depth, facilitates a picture space of its own. New spaces develop becoming a theme and, although apparently incongruous, being brought together. Paper cut-outs, drawings and sculptural elements, often found objects – some of them old and already rather weathered – are grouped in the picture space. We can find references to the past, the present and the future, and to interior and exterior space, but their interrelations are not immediately clear: they call for intense debate and investigation.

The silhouettes of trees and plants cut out of black paper occupy a key position in Katharina Meister’s work, and yet her works are not romantic landscape images. Katharina Meister is concerned with humanity’s overall dealings with nature and the possible consequences of climate change caused by man: floods and devastation, fires, catastrophes, polluted lakes or soil. She investigates the question of conceivable future forms of life. All this is not visible at first glance but revealed upon closer examination, just as the changes in nature are often not perceived immediately.