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Die
Arbeiten von Katharina Meister irritieren, beunruhigen, werfen Fragen
auf, lassen sich schwer einordnen. Ort und Zeit bleiben unbestimmt,
und werden gerade dadurch thematisiert. In
alten, ausrangierten Vitrinen oder Kästen aus naturhistorischen
Sammlungen, in denen ehemals tote Insekten aufbewahrt wurden, fügt
Katharina Meister ihre Installationen zusammen. Die Kästen zeigen
deutliche Spuren der Zeit. Macht man sich ihren ehemaligen
Verwendungszweck bewusst, unterstützt dies den Eindruck von
Vergänglichkeit. Sie stehen für Leben und Tod und das was davon
übrig bleibt. Gleichzeitig ermöglicht die Form der Vitrine, ihre
Tiefe, einen eigenen Bildraum. Neue Räume entstehen, werden
thematisiert und obwohl scheinbar unvereinbar zusammengefügt.
Papierschnitte, Zeichnungen und skulpturale Elemente, häufig
Fundstücke, teilweise alt und schon etwas verwittert, gruppieren
sich im Bildraum. Verweise auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft,
auf Innen- und Außenraum sind zu finden, doch ihr Verhältnis
zueinander erschließt sich nicht sofort, verlangt eine intensive
Auseinandersetzung.
Die
aus schwarzen Papier geschnittenen Baum- und Pflanzen-Silhoutten
nehmen eine zentrale Position in den Arbeiten von Katharina Meister
ein, und doch sind ihre Werke keine romantischen Landschaftsbilder.
Katharina Meister beschäftigt der Umgang der Menschen mit der Natur
und die möglichen Folgen des von ihm verursachten Klimawandels:
Überschwemmungen und Verwüstungen, Brände, Katastrophen,
verseuchte Gewässer oder Böden. Sie geht der Frage nach welche Form
ein zukünftiges Leben haben kann. All dies ist nicht auf den ersten
Blick sichtbar, eröffnet sich erst bei eingehender Betrachtung,
genau wie die Veränderungen in der Natur meist nicht sofort
wahrgenommen werden.
Katharina
Meister's works irritate and disturb us, they trigger questions and
are difficult to categorize. Time and place remain undefined and
consequently one of the themes. Katharina Meister assembles her
installations in old glass display cases or boxes thrown out by
natural history collections, cases in which dead insects were once
kept. The boxes display obvious traces of time. If we consider their
former usage; it underlines the impression of transience. They stand
for life and death and what remains of them. At the same time, the
shape of the display case, its depth, facilitates a picture space of
its own. New spaces develop becoming a theme and, although apparently
incongruous, being brought together. Paper cut-outs, drawings and
sculptural elements, often found objects – some of them old and
already rather weathered – are grouped in the picture space. We can
find references to the past, the present and the future, and to
interior and exterior space, but their interrelations are not
immediately clear: they call for intense debate and investigation.
The
silhouettes of trees and plants cut out of black paper occupy a key
position in Katharina Meister’s work, and yet her works are not
romantic landscape images. Katharina Meister is concerned with
humanity’s overall dealings with nature and the possible
consequences of climate change caused by man: floods and devastation,
fires, catastrophes, polluted lakes or soil. She investigates the
question of conceivable future forms of life. All this is not visible
at first glance but revealed upon closer examination, just as the
changes in nature are often not perceived immediately.
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